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Renates Seiten! DFÜ-Kürzel - Smilies, Abkürzungen und die Netiquette Inhalt  | KÜRZEL online v2.76a

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ACCESS
= Zugriff, Zugang
- Relationales Datenbankprogramm von Microsoft für MS Windows.
- Zugriffserlaubnis auf Daten (auch online) ggf. über ein Paßwort.

Account
eigentlich "Konto", hier: Zugangsberechtigung zu einem Netzwerk (z.B. dem Internet), einer Datenbank oder einer Mailbox. Der Benutzer weist sich mit einer persönlichen Kennung und einem Paßwort aus.

Administrator
Kurzform Admin, verantwortlicher Netzwerkbetreuer und Systemverwalter. Admin-C steht für administrativer Kontakt und ist der Verantwortliche einer Domain. Internet, Usenet und Intranet sind Netzwerke.

Akronym
Kurzwort, auch aus mehreren Anfangsbuchstaben einer Redewendung zusammengesetzt. Hilft, Zeit beim Tippen zu sparen :-). Dieses Programm erklärt eine Vielzahl davon ausführlich.

Artikel
vergleiche Posting.

Bandbreite
(engl. Bandwidth) die Kapazität aller Leitungen, Kabel und Drähte, die die Online-Welt (und andere Medien) miteinander verbinden.

Baud, Baudrate, Bd
Die Baudrate ist die Bezeichnung für die Geschwindigkeit, mit der serielle Daten übertragen werden, sie gibt die Anzahl der Zustände des übertragenen Signals/Sekunde in Baud (Bd) an. Benannt ist sie nach dem französischen Techniker Baudot.
Unterscheide:
bps oder bit/s = bit/second - mit Baud nur dann identisch, wenn ein Signal einem Bit ) entspricht (Bit = kleinste Einheit, mit der ein Computer umgehen kann, entspricht entweder 0 oder 1). Ein Modem, das mit 336000bps angegeben ist, verschickt also 336000 bit in der Sekunde.
cps = characters/second = Zeichen/Sekunde (1 Zeichen = 8 Datenbits, + 1 Startbit + 1 Stopbit / 1 cps entspricht 10 bps).

Bluetooth
Technik zur drahtlosen Nahbreichs-Kommunikation (wenige Meter) zwischen einem Computer, seinen Peripheriegeräten und anderen Komponenten wie Laptops, Handys etc. Soll langfristig den "Kabelsalat" an und um Computer ersetzen. Erstmals in größerem Rahmen vorgestellt auf der CeBIT 2000 und propagiert von namhaften Handy- und Laptop-Herstellern sowie IBM.

Bookmark
Lesezeichen
Jeder Browser kann sich auf Wunsch des Benutzers URLs merken und in einer Liste abrufbar bereithalten. Bei MS Internet Explorer sind das Favoriten, beim deutschsprachigen Opera Hotlist und Lesemarke und bei Netscape Lesezeichen.

Bot
Verkürzung von "Robot", Tool, das automatisch reagiert und Aufgaben erledigt. Es beantwortet z.B. in bestimmten Usenet-Gruppen Artikel automatisch oder löscht (Cancelbot).

bounce
Sprung, Aufprall - wenn eine Nachricht das tut, dann kommt sie mit einem Unzustellbarkeits-Vermerk zurück (Undeliverable mail oder message undeliverable). Ursachen können ein Verschreiber in der eMail-Adresse sein, oder sie existiert nicht mehr, es gab Probleme mit einem an Versand beteiligten Netzwerk, oder der Absender hatte sie verfremdet, um Spam zu vermeiden. Ist eine im Usenet häufige, aber nicht tolerierte Maßnahme. Wird leider gerne von verschiedenen Magazinen empfohlen.
Türsteher von Bars heißen in den USA bouncer, und wenn dort Schecks platzen, dann sind sie bounced. Irgendwo aus dieser Richtung stammt der Begriff.

Browser
von to browse = schmökern, blättern
Ein Browser ist ein Interpreter, der Dateien in einem Textformat zeilenweise liest und abarbeitet = "interpretiert" (im Gegensatz zu ausführbaren Programmen in von einem Compiler erzeugten Maschinencode, z.B. mit der Endung EXE oder COM - oder HLP).
Für das Internet: Programm zum Darstellen ("Client") von Dateien im HTML-Format, in dem Homepages meist vorliegen. HTML ist ein Hypertext-Format, das die Verknüpfung von Dokumenten über Links erlaubt, es ist interaktiv. Die Bezeichnung Web-Browser betont die Nutzung in den Datennetzen.
Der erste Web-Browser war Quarterdeck Mosaic. Er spielt keine Rolle mehr, der Entwickler Marc Andreessen wurde später ein Mitbegründer der Firma Netscape. Marktführer ist heute der MS Internet Explorer, der von AOL aufgekaufte Netscape fällt immer mehr zurück. Ein vielversprechendes neueres Projekt ist der norwegische Opera (http://www.operasoftware.com), der sehr klein, schnell und bedienerfreundlich ist, aber leider nicht umsonst wie die beiden bekannteren.
Alle genannten Programme beherrschen außerdem noch andere Dienste wie FTP, eMail und news und sind grafikfähig (Stand: Frühjahr 2000).

Cancelbot
Programm ("Bot" als Abkürzung für "Robot"), das Spam und Crossposts sucht, beseitigt und Beschwerden wegen exzessiver Werbung ausarbeitet. Einem Cancelbot fällt auf, wer bekannte Firmennamen häufig wiederholt oder häufig dieselbe URL statt in einer korrekt abgetrennten Signatur im Nachrichtentext unterbringt.

Chatten
= schwatzen, plaudern
Gespräch über die Tastatur, als Echtzeit-Dialog oder zwischen mehreren Teilnehmern. Systeme dafür gibt's viele, meist ist der IRC gemeint. Die Chatter treffen sich in Chatrooms, die machmal von Moderatoren betreut werden. Mehr Infos und eine Gruppe dazu im Usenet -> siehe IRC.

Client
eigentlich Kunde, ist das Computer- bzw. Hardwaregegenstück zum Server, von dem er Daten anfordert. Ein Client kann auch ein Programm sein, z.B. ein eMail-Client ist ein Programm zum Schreiben und Versenden von eMails, ein News-Client eines zum Lesen und Schreiben im Usenet. Ein Web-Browser ist ein WWW-Client und vereinigt meist mehre andere Clients.

Datenautobahn
- Synonym für Internet
- Breitband-Glasfaserkabelnetz, für besonders datenintensive Anwendungen, z.B. interaktives Fernsehen etc.

DejaNews bzw. DEJA, jetzt Google
Zu erreichen unter http://groups.google.com, ist ein teilweise englischsprachiger Dienst zur Archivierung und zur Suche von Nachrichten im Usenet, die nicht mehr auf dem Server des Anwenders verfügbar sind (Newsarchiv). Das ursprüngliche DejaNews wurde 2000 von der Suchmaschine Google (http://www.google.de ) übernommen und mit z.T. anderer Funktionalität wiederhergestellt.
Ein rein deutschsprachiges Archiv ist z.B. http://netnews.web.de. "Lies Deja!" ist die Standardempfehlung, wenn jemand eine häufig behandelte Frage stellt.

de.* Hierarchie
Gruppen im Usenet, die mit de.* beginnen, sind deutsche oder deutschsprachige Gruppen.
Sie entstanden im Januar 1992 durch Zusammenschluß Hierarchien sub.* (bzw. sub.all) und dnet.* (bzw. dnet.all). dnet.* gehörte dem aus dem Hochschulbereich kommenden Provider Eunet Deutschland.
sub.* wurde überwiegend vom Verein "sub-Netz e.V. - Verein zur Förderung der privat betriebenen Datenkommunikation" benutzt. Der Verein gründete sich 1987 auf eine private Initiative hin, ohne stattliche Fördermittel (damals waren noch nicht einmal Universitäten in Deutschland untereinander richtig vernetzt) und ist immer noch aktiv (Infos: http://www.sub.de/index.html ). Für die nötige Software wurden internationale, frei erhältliche Programme eingesetzt, die für unterschiedliche Rechnersysteme angepaßt wurden. Die Teilnahme war, bis auf die Telefongebühren, kostenlos. Seit 1990 gibt es den Verein "Individual Network e.V. (IN)", der aus Teilen des sub-Netzes entstand und sich als Nutzer-Zusammenschluß versteht.
Eine Geschichte oder FAQ des deutschsprachigen Usenet ist schon mehrmals angekündigt wurden, aber nie erschienen. Vielleicht klappt es zum 10. Jahrestag im Januar 2002.
Zeitgleich mit den de.*-Hierarchien entwickelten sich die ähnlich strukturierten und ebenfalls noch aktiven Maus-Netz, Zerberus und Fido-Net. Das seit Mitte der 80er von der Deutschen Post eingerichtete BTX-System gehört hier nicht hinein, denn es ist/war anbieterorientiert und kaum als Austauschmedium geeignet.

Domain
= Gebiet - Bestandteil einer Internetadresse, einer eMail-Adresse, der MID eines Usenet-Artikels etc., entspricht etwa dem Namen einer Stadt auf einer Landkarte. Der Name ist jedoch nur eine Umschreibung, ein sog. Alias einer längeren Zahlen-Punkt-Kombination (= IP-Adresse), die einen Server weltweit eindeutig identifiziert. Die Zuordnung von Alias und IP-Adresse übernimmt der DNS (Domain Name Server). Siehe auch TLD.
Ein Domain-Name wie rhusmann.de setzt sich so zusammen:
Host-Name, Domain-Name: rhusmann, eine weitere Unterteilung des Namensraumes durch Trennung mit Punkten ist möglich (=Subdomain, steht immer vor dem eigentlichen Domainnamen)
Top-Level-Domain: de
Steht zusätzlich WWW davor, dann ist das ein Protokoll und bezeichnet eine Site im WWW (also www.rhusmann.de) , steht eine Buchstabenkombination davor, die mit einem Klammeraffen endet (etwa hoax@gmx.info), dann ist es eine eMail-Adresse.
Die Registrierung einer Domain erfolgt immer über NICs, ggf. mit einem Provider als Vermittler. Eine Domain ist nicht auf Internet oder eMail beschränkt, der Inhaber einer Domain kann sie überall verwenden. Siehe auch FQDN.

E-Commerce
Electrinic Commerce
= bezeichnet jede Art von Geschäft im Internet - von Der Buchbestellung bis hin zu Auktionen und Angeboten von Direkt-Versicherern und Kontakten zwischen einzelnen Firmen.

Electronic Tracking
Rückverfolgungssysteme von Versandunternehmen mit elektronischer Quittung an verschiedenen Übergabepunkten. So kann der Kunde im Internet prüfen, wo sich sein Auftrag in diesem Moment befindet.

eMail, E-Mail, Mail, PM
Electronic MAIL
= private elektronische Nachricht oder Message, vergleiche: in Usenet heißen Nachrichten Artikel oder Posting und sind öffentlich (siehe PM). Format einer eMail-Adresse ist Benutzerkennung@Domain. Eine Antwort auf eine eMail ist ein Reply.
Anmerkung: Die von mir bevorzugte Schreibweise ist eMail, diese ist international nicht gebräuchlich und kann mißverständlich sein, sicherer ist e-mail.

Extranet
Das ist ein über das Internet betriebenes Intranet, oft aus Kostengründen. Unternehmen können so Filialen, Händler, Lieferanten, bestimmte Kunden ... miteinander vernetzen.

Firewall
Hardware, Software oder Kombination von beiden, um Kontakte aus einem propietären Netz heraus in ein anderes (vom Intranet zu Seiten, die mit dem Geschäftsbereich der Firma nichts zu tun haben) oder von außen in ein internes Netz zu verhindern (Spionage, Viren).
Verschiedene Seiten im Internet bieten Anleitungen an, wie ein solcher Firewall auszuschalten ist, damit gechattet werden kann. Bitte nur für private Spielereien nutzen, an Arbeitsplatz ist so etwas ein Kündigungsgrund.

Flatrate
Surfen bzw. Telefonieren zum Festpreis. Der Anbieter erhebt außer der vereinbarten Summe keine weiteren Kosten, eine Flatrate ist unabhängig von Verbindungsdauer und Transfervolumen, außerdem gibt es keine Einwahlstrafe (Einwahlgebühr).

FOLLOWUP, F'up
= wörtlich "Verfolgung", eine Antwort auf einen Artikel (auch Nachricht oder Posting genannt) im Usenet oder in einer anderen Diskussionsgruppe/Forum.
Eine FAQ dazu wird wöchentlich in news:de.newusers.questions gepostet und kann unter http://www.liesmal.de/fup2-faq nachgelesen werden.

FOLLOWUP2, F'up2, FOLLOWUP TO, Flup
= Antwort erbeten nach, d.h. in eine andere Gruppe, in der dieselbe Startnachricht gepostet wurde, so daß die Diskussion nur in einer Gruppe läuft.
Der Artikel ist noch in der Originalgruppe zu lesen, die Antworten nicht mehr. Die Informationen, die dem Leser sagen, daß ab jetzt die Diskussion in mehreren Gruppen zu lesen ist stehen im Nachrichtenheader. Da nicht jeder die Nachrichtenheader auf solche Informationen hin prüft ist es üblich, dies zusätzlich im Nachrichtentext selbst anzukündigen.
Ohne weitere Angabe oder als F´up2 poster heißt, daß der Absender Antworten auf seine Nachricht nur per eMail erhalten möchte. Siehe auch F'up.
Eine FAQ dazu wird wöchentlich in news:de.newusers.questions gepostet und kann unter http://www.liesmal.de/fup2-faq nachgelesen werden.

Forum
Abgegrenzter Bereich im Rahmen eines Online-Angebotes, in dem öffentlicher Datenaustausch möglich ist (nicht Usenet!). Der Online-Dienst CompuServe hat z.B. zahlreiche Foren, die jeweils von einem Verantwortlichen gepflegt werden ("Betreiber"), und viele Seiten im WWW haben einen solchen interaktiven Bereich, dann ist es ein Web-Forum.

Frames
Unterteilung des Bildschirmes auf einer Internet-Seite in mehrere Fenster, die verschiedene Inhalte Anzeigen - beliebt ist die Aufteilung in Inhaltsverzeichnis, Leiste mit den wichtigsten Verweisen und Inhalte.
Frames sind eine oft gebrauchte, einfache Methode, eine übersichtliche Site zu gestalten. Diese Methode ist aber sehr fehlerträchtig, wenn nicht mit Aufwand und Fachwissen programmiert. Ist nicht mehr Stand der Technik (das sind Layers).

Freeware
Europa: Software, für private Anwender kostenlos und bedarf keiner Lizensierung; die gewerbliche Weitergabe und Nutzung schon. Die Software unterliegt in vollem Umfang dem Urheberrecht, jedoch nicht der Produkthaftung durch den Autor.
USA: Die Software ist kostenlos, der Autor verzichtet meist auf sein Copyright (nach europäischer Gesetzgebung nicht möglich) und liefert seinen Quelltext mit. Eine Sonderform von Freeware ist GNU.

Gateway
Einfahrt, Tor
Das ist ein Computer, der zwei Netzwerke miteinander verbindet. Im engeren Sinn sind es Übergänge zwischen verschiedenen Online-Systemen, z.B. CompuServe und Internet, oder Mailboxnetzen (Fido, Maus ...) und Internet. Diese Gates haben quoted printable erforderlich gemacht, denn einige Systeme arbeiten auf 7-bit-Basis), andere auf 8-bit-Basis (heute fast alle).

google.goups
Suchmaschine für's Usenet, um alte Artikel wiederaufzufinden. Google (http://www.google.de) ist zwar eine Suchmaschine für's WWW, wird im Usenet aber oft synonym zu http://groups.google.com gebraucht. Mehr siehe Deja.

googeln, ergoogeln
Google (http://www.google.de) ist eine seit 1999 zunehmend beliebter werdende Suchmaschine für Usenet und WWW. "Etwas ergoogeln" bedeutet, eine Suchmaschine zu benutzen.

Header
= Nachrichtenkopf, aus Benutzereingaben und Systemdaten generiert, ähnlich einem konventionellen Briefkopf. Die Header von Usenet-Nachrichten und von eMails unterscheiden sich nur in einigen Zeilen. Darin stehen u.a.
From: Absender-Name und eMail-Adresse
Subject: "Betreff" (aussagekräftig, keine Sonderzeichen)
Content-Type: Format der Nachricht (Text, HTML, ...)
Message-ID: Weltweit eindeutige Nummer
Date: Systemdatum zur Absendezeit
Das Thema Header ist IMO wichtig. Ein Text, der Einzelheiten erläutert, wird regelmäßig in news:de.newusers.questions gepostet, die URL im WWW ist http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/headerzeilen.
Jeder News- oder eMail-Client hat eine Funktion, mit der der komplette Header einer Nachricht angesehen werden kann, bitte Handbuch lesen. Zum Prüfen von eigenen Nachrichten einfach eine an die eigene Adresse schicken und in news:de.test posten.

Hoax
= englisch für Falschmeldung, Ente, blinder Alarm oder "verkohlen", eine schwächere Form ist Fake. Ein HOAX ist eine eMail, die z.B. vor Viren oder anderen Computer-Katastrophen warnt, medizinische Hilfe für ein krankes Kind erbittet oder "Geld für's Surfen" anbietet und an möglichst viele Freunde und Bekannte weitergeleitet werden möchte. Meistens ist sie selbst der "Virus", denn sie breitet sich kettenbriefartig aus, ohne jedoch irgendeine relevante Information zu beinhalten. Schlimm: Viele engagierte User ohne böse Absicht helfen bei der Verbreitung. Ziel ist es einzig, Adressen zu sammeln und User zu verunsichern - dagegen hilft nur Wissen und Vorsicht. Viele wichtige und vor allem aktuelle Informationen zum Thema "Hoaxes und Viren" bietet z.B. http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml.

Host
= Wirt oder Gastgeber. Daten-anbietender Computer, vergleiche Server.

Internet
Kurzform Net, wörtlich "Zwischennetz", weltweites Computernetz zum Datenaustausch über verschiedene Dienste, von denen WWW (= Homepages und bunte Bilder) der bekannteste und jüngste ist. Weitere häufig genutzte Dienste sind die elektronische Post (eMail), FTP und IRC sowie einige ältere Dienste wie Gopher, Finger, Telnet oder Whois. Das Usenet gehört nicht dazu. Zur Abwicklung dient das Protokoll TCP/IP. Es gehört niemandem und hat keinen Betreiber. Es gibt nur Provider, die den Zugang ermöglichen und die Hardware zur Verfügung stellen.
Das ARPANet (Advanced Research Projects Agency Net) war der Vorläufer des Internets und wurde ab 1969 vom einer Abteilung des amerikanischen Verteidigungsministeriums, der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) betrieben. Erste Gedanken und Entwicklungen dazu gab es bereits 1957. Ziel des ARPANet war es mit Hilfe eines paketorientierten Netzwerks, gleichberechtigt arbeitender Computer und flexiblen Wegen eine jederzeit funktionierende Datenübertragung zu gewährleisten, nach dem sich die zentralisierte Sterntopologie des SAGE-Systems nicht bewährt hatte. So waren denn auch die ersten TLDs .gov, .mil, .edu und .nato. Letztere gibt es nicht mehr. - Die Atomkriegssicherheit als Intention zur Schaffung des ARPANet ist wohl eine unausrottbare UL.
Ab 1983 wurden Daten mit Hilfe des noch aktuellen Internet-Protokolls TCP/IP übertragen, 1984 wurde der militärische Bereich ausgegliedert, das ARPANET zivil und forschungsorientiert. 1990 wurde es deaktiviert, das NSF-Net (National Science Foundation Net) übernahm seine Aufgaben und wuchs, als andere Organisationen (z.B. früh die NASA) eigene Netze aufbauten und sich anschlossen.
Allgemein zugänglich wurde das inzwischen Internet genannte Netzwerk mit dem Browser NSCA Mosaic ab 1993 (siehe auch WWW).
 

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Instant Messenger, IM
Das sind früher "Buddy Finder" genannte, meist kostenlose Programme, die Echtzeit-Kommunikation ermöglichen. Ist der Benutzer online, zeigt ein Fenster die im Adreßbuch stehenden Freunde an und ermöglicht die direkte Kontaktaufnahme via Kurznachrichten.
Die unterschiedlichen Hersteller haben zusätzliche weitere Funktionen implementiert: Austausch von Bildern, Telefonie, Terminkalender, SMS; Chat, vereinfachter Zugriff auf Suchmaschinen und vieles mehr. Der älteste Anbieter ist Mirabilis (http://www.mirabilis.com) mit dem Programm ICQ, AOL hat dem AIM, in die AOL-Software integriert und der CompuServe-Software und den Browser Netscape beigefügt. Daneben haben auch der Provider MSN, die Suchmaschine Yahoo! und viele andere einen IM im Angebot. Der Messenger "Odigo" (http://www.odigo.com) ist kompatibel zu Yahoo!, AIM und ICQ.
Aber Vorsicht: Diese Programme sind ein Sicherheitsrisiko, regelmäßiges Scannen nach Viren und größte Vorsicht beim Dateiaustausch sind Pflicht! Außerdem empfiehlt es sich nicht, allzuviele echte Daten in die persönliche Visitenkarte einzutragen.

Intranet
Ein lokales Netz (z.B. unternehmensintern), das technisch und optisch dem WWW ähnelt, aber gegenüber diesem vor Zugriffen durch einen Firewally geschützt ist.

Kabel-Modem
Gerät zum Surfen, bzw. zum Nutzen von Online-Diensten via TV-Kabelnetz, ohne Telefonanschluß. Der Kunden-PC benötigt typischerweise zusätzlich eine Ethernet-Karte. Die Datenübertragung erfolgt i.d.R. asynchron, d.h. es werden mehr Daten zum Anwender übertragen (downsstream), als dieser sendet (upstream). Übertragungsraten je nach Anbieter von 64Kbit/s sind machbar (entspricht etwa ISDN). Außer einer monatlichen Grundgebühr und einer Einrichtungsgebühr fallen keine weiteren Kosten an -> echte Flatrate.

Kammquoting
Wird ein Text mit den richtigen, jeder Zeile vorangestellten Zeichen ( wie ">>") gequotet und ein News-Client bricht nach der eingestellten Anzahl an Zeichen, und nicht unmittelbar von der Quotezeichen den Text um, dann ist das ein Kammquoting. Es nicht nur der gerade verfaßte Text umgebrochen, sondern auch der schon mehrfach hin- und hergeschickte mit den Quotezeichen. Das macht einen Text fast unlesbar, weil nicht mehr erkennbar ist, welcher Text von wem stammt.
MS Outlook Express macht in permanenter Ignoranz anderer Standards genau diesen Mist, und dagegen hilft nur Handarbeit = korrekter Zeilenumbruch manuell.

Killfile oder Killfilter
= frei konfigurierbare Datei bzw. Funktion, die Anweisungen zum Aussieben von unerwünschten Nachrichten enthält (viele News- und Mailprogramme können das). In den USA heißt das auch Bozo filter nach einem Clown, den in den USA jedes Kind kennt. Siehe auch PLONK.

Konvergenz
Beschreibt das Verschwimmen der Grenzen zwischen TV und Internet - der PC wird fernseh-tauglich, und der Fernseher hat Funktionen zum Surfen.

Mailbox
- entweder einfach elektronischer Briefkasten, d.h. der Ort, an dem eMails ankommen und der Provider sie zwischenspeichert,
- oder ein auch BBS genanntes System, häufig im Hobbybereich, bei dem ein Computer eMail, Chat, Nachrichtenbretter ... anbietet und seine Inhalte nach einem innerhalb eines Systems identischen Protokoll zu bestimmten Zeiten an andere Computer weiterreicht. Auch Mausnet, Z-Netz und FidoNet sind Mailbox-Systeme, Fido ist das älteste und Anfang der 80er entstanden.

Mailingliste, Mail-Liste, auch Newsletter
Gezielte Verteilung von eMail an mehrere Empfänger über eine Verteilerliste oder einen List- Server. Je nach Ausrichtung haben alle subskribierten (eingeschriebenen) Empfänger die Möglichkeit, an eine solche Liste Nachrichten zu schicken und damit alle anderen Teilnehmer zu erreichen; oder nur der List-Owner (dann ist es ein Newsletter). Auch KÜRZEL hat jetzt einen Newsletter, für den jeder sich durch eine einfache Nachricht (schreiben) oder über meine Homepage anmelden kann.

Message
= Nachricht, Kurzform "Messi"

Modem
MOdulator/DEModulator
Ermöglicht die Übertragung von digitalen Daten über das analoge Telefonnetz. Zuerst werden die digitalen Daten vom Computer in analoge gewandelt (moduliert), dann übertragen, dann zurückverwandelt (demoduliert). Schneller geht's mit ISDN.
Digitale (von digitus = Finger) Daten liegen als Zahlen vor (im Computer: 0 oder1) und können keine Zwischenwerte annehmen, analoge (von analogos = verhältnismäßig) schon. Der Vorgänger des Modems war der Akustikkoppler.

News
= das, was im Usenet zu lesen ist, siehe auch NG und de.*-Hierarchie.

Nullquoting
ist ein Artikel ohne Zitat und oft ohne Bezugszeile (attribution line). Damit ist nicht mehr nachvollziehbar, auf was sich der Autor thematisch bezieht und ggf. auf wen er/sie antwortet -> Zusammenhang fehlt. Ist in NGs besonders ärgerlich, weil manchmal der bezogene Artikel gar nicht mehr auf dem Server vorhanden ist. Ein Nullquoting ist deshalb schlimmer als ein Fullquoting.

Online-Dienst, Content-Provider
Das Angebot umfaßt zusätzlich zum Internet-Zugang (d.h. dem Angebot eines ISP) eigene Angebote, die je nach Schwerpunkt anders aussehen können. Bei CompuServe waren es früher die Foren, bei anderen können es Homebanking oder andere E-Commerce-Angebote, Chaträume oder der Abruf von aktuellen Meldungen der Nachrichtendienste, oder alles zusammen.
Klassische Online-Dienste haben eigene Angebote, die nur Kunden zugänglich sind (AOL, t-Online. CompuServe, Germany.net). Dagegen bieten einige ISPs und Portal-Betreiber (viele Suchmaschinen) allgemein zugängliche Portalseiten an (eine Seite mit aktuellen Nachrichten und Zugängen zu anderen Diensten) und bezeichnen sich deshalb schon als Online-Dienst.

paketorientiert
... werden im Internet alle Daten übertragen, im Gegensatz zu "leistungsorientiert", der Übertragungsweise mit Standleitung bei einem Telefongespräch mit einer reservierten Leitung auch dann, wenn gerade nicht gesprochen wird.
Für eine paketorientierte Übertragung werden die zu sendenden Daten je nach Protokoll (z.B. TCP/IP) in kleinere Abschnitte (Pakete) aufgeteilt und erst auf dem Zielcomputer wieder sinnvoll zusammengesetzt. Die einzelnen Pakete können dabei durchaus vollkommen andere Wege genommen haben - je nach Auslastung von Knotenrechnern und Netz.

plenken
kommt von englisch "blank" für ein Leerzeichen, stammt ursprünglich dem MausNet, wurde dann in den Newsgroups von T-Online verbreitet und kam so uns Usenet.
Jemand, der "plenkt" fügt vor einem Satzzeichen ein Leerzeichen ein. Das widerspricht der DIN 5008, die die gültigen Regeln für das Maschineschreiben enthält und sieht dumm aus, wenn zufällig z.B. zwischen dem letzten Wort des Satzes und dem abschließenden Punkt, Frage- oder Ausrufungszeichen ein automatischer Zeilenumbruch erfolgt

posting, Posting
Abschicken einer Nachricht, eines Artikels im Usenet, oder die Nachricht selbst. Eine Antwort auf einen Artikel ist ein FOLLOWUP. Unterscheide: eMail ist ausschließlich private Post, Antworten darauf sind Replies.

Powerline
Technik, die die Datenübertragung durch das Stromnetz ermöglicht, ist schneller als ISDN. Die Möglichkeiten der Powerline-Technik reichen vom Surfen im Internet bis zum externen Ansteuern von Haushaltsgeräten und -installationen.

prellen, prellt
Mehrfaches, meist ungewolltes Betätigen einer Taste auf der Computertastatur durch zu langes Drücken oder weil die Taste klemmt. Häufigste Verwendung dieses Ausdruckes ist der Hinweis an einen Nachrichten-Schreiber, der seine Sätze mit mehr als einem Ausrufungs- oder Fragezeichen beendet. Satzzeichen so zu mißbrauchen ist aufdringlich und wird überwiegend von DAUs oder AOL-Usern praktiziert.

Proprietär, Proprietary
... bedeutet "Eigentümer", hier: Geschlossen, nur einem bestimmten Benutzerkreis zugänglich. Proprietäre Programme laufen nur auf bestimmten Betriebs- oder Computersystemen, proprietäre Betriebssysteme nur auf der Hardware des Herstellers und proprietäre Programmiersprachen werden ausschließlich von einem einzigen Hersteller weiterentwickelt.
Propritäre Netzwerke sind nur einem eingeschränkten Benutzerkreis zugänglich - solche Netzwerke sind z.B. ein Intranet oder ein klassischer Online-Dienst.
Gegenteil von proprietär: "heterogene" oder "offene Systeme"

Protokoll
... nicht nur Diplomaten vorbehalten ... .sondern Formate- und Regelsammlungen für die Kommunikation zwischen den beiden Rechnersystemen bzw. Peripherie-Geräten an den Enden einer Datenleitung. Beide Parteien müssen die vereinbarten Protokolle unterstützen. Es gibt Protokolle zur Datenfernübertragung, z.B. mit einem Modem (z.B. X-Modem, Y-Modem), und auch hinter den bekannten Kennungen http, ftp und news stecken Protokolle.

Provider
= Lieferant, Versorger; stellt via Leitung Dienstleistungen bereit, z.B. Zugänge zu den verschiedenen Diensten des Internet und des Usenet.

Public Domain, PD
Europa: Software, für private Anwender kostenlos und bedarf keiner Lizensierung; die gewerbliche Weitergabe und Nutzung schon. Die Software unterliegt in vollem Umfang dem Urheberrecht, jedoch nicht der Produkthaftung durch den Autor (siehe auch Freeware) und darf für eigene Anwendungen modifiziert werden, jedoch nur im Original weitergegeben.
USA: Die Software ist kostenlos, der Autor behält sein Copyright. Sehr amerikanisches Konzept ohne europäische Entsprechung, bedeutet etwa "Gemeingebrauch". Entstanden, weil nach amerikanischen Recht Leistungen nicht zwei Mal bezahlt werden dürfen - viel PD wird an amerikanischen Universitäten entwickelt, sie gilt durch staatliche Förderung der Universitäten als bereits vergütet.

QUOTATION, to quote
= Zitat, zitieren, kurzer Auszug aus einer vorausgegangenen Nachricht, die nur den Teil sinnvoll und nicht sinnentstellend wiedergeben sollte, auf den sich der Autor bezieht. Das Zitieren einer kompletten Nachricht ist im Usenet und PM verpönt, in geschäftlicher Korrespondenz per eMail üblich und erwünscht.
Die aus der vorhergehenden Nachricht kopierten Zeilen beginnen mit >> oder >: oder ... im Kapitel "Zitieren, quoten und Textausschnitte" und unter Vollqoute steht mehr dazu.

Remailer
Hilfsmittel zum anonymen Versenden von elektronischen Nachrichten -> die Nachrichten werden an einen Computer geschickt, der alle Hinweise auf den Absender entfernt und die Nachricht dann zum Empfänger weiterleitet.

References
Eintag im Header einer Nachricht, Liste der Artikel, auf den oder auf die sich eine Nachricht bezieht.

Role-Account
= "Rollen"-Account - ein Account, der einer bestimmten Funktion und nicht einer Person zugeordnet ist (abuse@..., webmaster@..., postmaster@..., usenet@...). So ist sichergestellt, daß jederzeit ein Ansprechpartner da ist. Manchmal stehen auch Mailinglisten dahinter.
In eMails ist die Verwendung selbstverständlich, im Usenet wird oft gefiltert. Besonders der Role-Account webmaster@... ist durch inflationären Gebrauch schon fast zum Schimpfwort geworden.

Server
Zentralrechner eines Netzwerkes, der anfragenden (Client-) Computern Informationen gibt und Zugriffsrechte überwacht. So gibt es z.B. Mail-, FTP- und Newsserver (für das Usenet, auch Feeds = "Fütterer" genannt). Wichtig zu wissen: Sicherheit und Anonymität im Usenet.

Shareware
Software, die der Anwender ausführlich prüfen kann, bevor er sie kauft. Shareware-Versionen sind meistens zeitlich eingeschränkt, d.h. sie verlieren nach einem bestimmten Zeitraum den größten Teil Ihrer Funktionalität, manche nerven auch mit sog "Nag-Screens", d.h. wiederholten "Kauf mich!" - Aufforderungen oder sie sind funktionell eingeschränkt (Crippleware). Bei Shareware-Spielen funktionieren oft die unteren Level in der Testversion, die höheren nur nach dem Kauf.
Shareware darf innerhalb der Bestimmungen des Autors privat gebührenfrei genutzt und weitergegeben werden, die gewerbliche Nutzung und Weitergabe bedarf der Genehmigung. Nach dem Kauf unterliegt die jetzt registrierte Version denselben Bedingungen wie kommerzielle Software. Das ist ein faires Konzept - siehe auch http://s-a-ve.com/sharedef.htm.
Zur Geschichte schreibt Martin Grell in c't 5/1996:
"Die 'Association of Shareware Professionals' (
ASP) bezeichnet ihren Mitbegründer Jim Knopf gern als den Vater der Shareware: Anno 1981 hatte dieser seine Datenbankapplikation PC-File mit der Bitte versandt, Anwender mögen ihm ein Honorar von 10$ spenden, wenn ihnen sein Programm gefällt. Er konnte sich vor Reaktionen kaum retten."

Sicherheit und Anonymität im Usenet
Jeder Server protokolliert sehr genau die über ihn erfolgten Zugriffe und Datentransfers - für das Usenet zum Beispiel, welcher Artikel wann wohin geschickt wurde und welche NGs angefordert wurden. Das dient i.d.R. rein statistischen Zwecken, kann aber auch zur Erstellung eines Persönlichkeitsprofils herangezogen werden. Ein Pseudonym allein schützt davor nicht.
Auch andere Personen haben es leicht, ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen. Mit Hilfe von News-Archiven lassen sich alle Artikel, die ein User je geschrieben hat auflisten und durchleuchten - von Hobbies bis Postanschrift und Telefonnummer (falls beides im Telefonbuch steht), und mit wenig krimineller Energie. Das muß jedem Nutzer des Usenet klar sein!

Signatur, Signature, Sig
= Unterschrift unter elektronische Nachrichten jeder Art, besteht aus Grußformel, Namen und evtl. noch einigen persönlichen Angaben. Im Usenet ist das korrekte Abtrennen wichtig - siehe auch: Keine aufwendige Signatur.

Signatur-Abtrennung, Signatur-Trenner
"Deine Signatur ist nicht richtig abgetrennt" ist einer der am häufigsten zu lesenden formalen Einwände im Usenet. Enthält die Signatur mehr als Namen und Grußformel, sollte sie eindeutig gekennzeichnet sein. Das Versenden von URLs in nicht korrekt abgetrennten Signaturen kann z.B. zur automatischen Einstufung der Nachricht als Spam führen. Die meisten Programme können korrekte Signatur-Trenner schreiben (außer MS Outlook Express z.B.). So ein Trenner sieht so aus:
--
= zwei Bindestiche und ein Leerzeichen am Zeilenanfang, dann Zeilenschaltung.
Sinn: Einige Programme können Signatur-Trenner erkennen und gesondert behandeln: Beim automatischen Zitieren unterdrücken, andersfarbig darstellen, ... .
Mehr siehe unter: Keine aufwendige Signatur.

Site
Ort, Standort
= Im Internet: Kompletter Web-Auftritt (Web-Site) eines Anbieters. Die Startseite ist die Homepage, aber dieser Begriff hat sich für das gesamte Angebot eingebürgert. Die deutsche Bezeichnung ist Netzplatz.

SPAM
Send Phenomenal Amounts of Mail
= riesige Mengen an Daten verschicken = Datenmüll, ursprünglich wurden darunter OT-Nachrichten und Werbung im Usenet und in Mailinglisten verstanden. Inzwischen ist damit meist Werbung gemeint, die ungefragt im virtuellen Postfach landet und bei großen Mengen erhebliche Probleme verursachen kann. Viele Provider bieten Filter dagegen an, die aber selten 100%ig aussieben (siehe auch UBE).
Eine Beschwerde beim Absender ist selten sinnvoll, weil er so nur die Bestätigung erhält, an eine gültige Adresse geschrieben zu haben. In Deutschland hilft manchmal TFFFFF oder eine Beschwerde beim Provider mit komplettem Header der Nachricht. Ein Textvorschlag für einen nicht des Deutschen mächtigen Provider ist: "Hi! Please keep your customer from spamming. Thanks in advance, [Name]".
Wichtige Informationen dazu gibt's in news:de.admin.net-abuse.mail.
Um Spammern (Versendern von Spam) mit automatischen Adressensammel-Programmen ein Schnippchen zu schlagen, verfremden manche User ihre Adresse mit Einfügungen und bitten dann irgendwo im Artikel, diesen "Spamschutz" zu entfernen. Da durch solche address munging genannte Aktionen Nachrichten bouncen und das Netz massiv belasten sind sie unbedingt zu unterlassen (siehe auch http://www.interhack.net/pubs/munging-harmful, leider englisch).

Supersedes
Anweisung an den Newsserver (also den Computer, der den Artikel empfängt) im Header, ein bestimmtes Posting mit einem anderen zu überschreiben (Syntax: "Supersedes: <mid@alter.artikel>").. Wird gerne für regelmäßig gepostete FAQs benutzt, damit immer nur einer (der aktuelle Artikel) zu lesen ist, oder wenn sich der Verfasser verschrieben hat.

telnet
Das Programm TELNET.EXE im Windowsverzeichnis übernimmt die Bedienung fremder Computer im Internet, telnet ist ein Internet-Dienst. z.B. für MUDs benutzt. Bitte Verwendung sorgfältig prüfen, es besteht die Gefahr einer Fremdbedienung des eigenen Rechners (daß das möglich ist, ist ein Windows-Bug, Bugfix auf der Site von Microsoft).

Thread
= Faden
Die auf einen Artikel (Newsgroup, Online-Dienst, Web-Forum) folgenden Antworten. Darstellende Programme zeigen sie wie an einem Faden oder einer Kette hängend darunter dar und fügen oft noch ein Re: für Reply=Antwort vor dem Ursprungs-Betreff ein. Manche Programme stellen eine solche Nachrichtenabfolge als Baumstruktur dar.

USENET
USErs NETwork - Anwender-Nachrichtennetz, dezentral und demokratisch organisiert, offen für jeden und international. Wird von vielen Millionen Menschen in aller Welt zum Informationsaustausch benutzt: Zum Fragen stellen, Fragen beantworten, zum Diskutieren ... zusammen mehrere Gigabyte/Woche. Entstanden ist es 1979 und 1980 durch Vernetzung von zwei , später drei Computern an der Duke University in den USA.
In sog. "Hierarchien" (beschreibt die Organisationsstruktur, die Namensbestandteile einer Gruppe sind durch Punkte getrennt) bzw. Newsgroups (= der Bereich, in dem Nachrichten geschrieben und gelesen werden, auch Nachrichtengruppen) gegliedert, zugänglich mit einem sog. Newsreader, siehe NUA über einen Newsserver, d.h. Rechner, der die Nachrichten speichert und abrufbereit hält (hilfsbereiter, kostenloser Newsserver: http://news.dfncis.de , vorher Rules lesen!, aber besser zu benutzen ist meist der Server des Providers).
Die de.*-Hierarchie ist der deutschsprachige Teil des Usenet (einige Sätze zur Geschichte siehe dort), Schweizer Themen gibt's unter *.ch und österreichische unter *.at. Zusätzlich existieren einige regionale Hierarchien (muc für München z.B.) und es werden einige Fremdnetze von vielen Newsservern angeboten, z.B. steht fido für das Fidonetz.
Die weiteren Untergliederungen sind themenbezogen, für die *.de-Hierarchie stehen genauere, aktuelle Informationen in Artikeln in news:de.newusers.infos . Beispiele: .markt = Handel, .admin = Verwaltung oder .etc = allgemeines, alles das woanders nicht paßt.
Die BIG8, die thematischen Untergliederungen der ersten Ebene (TLH) sind comp für Computerthemen, humanities für Geisteswissenschaftliches, misc für Verschiedenes und undefiniertes, news für Usenet-Belange, rec für Freizeit und Hobbies, sci für Wissenschaftliches, soc für Soziales und talk für Unterhaltung.
Außerdem gibt es noch alt für alternatives, für kommerzielles biz, gov ist die Regierung der USA, org sollte ursprünglich gemeinnützigen Organisationen vorbehalten sein ... uvm.
Eine viel ausführlichere Erklärung dazu steht z.B. unter http://www.firstsurf.de/ekenfels.htm oder unter den offiziellen Informationen zum deutschen Usenet. .
Merke: Usenet ist nicht gleich Internet - obwohl beides "zufällig" mit Browsern (Netscape, MS Internet Explorer, Opera) gelesen werden kann. Internet ist das u.a. mit den bunten Bildchen, im Usenet werden öffentlich Text-Nachrichten ausgetauscht. Das Usenet benötigt meist das UUCP oder NNTP-Protokoll zur Abwicklung, für das Internet ist TCP/IP charakteristisch.
Ein sehr guter Einstieg ins Usenet ist http://www.newsgate.ch/, das ist ein unkomplizierter Zugang über den Browser mit einer Oberfläche, die der eines Web-Forums und der Ordnerstruktur unter Windows entspricht. Ideal zum Einlesen! Weitere Software wird nicht benötigt.

User
= Benutzer, Verbraucher, Anwender
Anwender von Programmen, Datenbanken und Benutzer von Usenet, Online.Diensten, Internet, ... .

Virus
= Programme, die ohne Wissen auf dem Rechner des Benutzers installiert werden; sich dort selbständig machen und Schaden anrichten - entweder durch Zerstörung, oder durch Ausspähen von Paßwörtern, Adressen und anderen persönlichen Daten. Dagegen gibt es Virenscanner, sehr viel Gefahr läßt sich aber schon durch Wissen vermeiden:
· Niemand kann sich so etwas durch bloßes Surfen einfangen - es sei denn auf Seiten, die Javascript- oder Active X-Elemente enthalten. Beides läßt sich in jedem Browser abschalten.
· Downloads sollten nur aus sicherer Quelle durchgeführt werden, niemals "unterwegs".
· Da auch eMails HTML-Code und damit Javascript- oder Active X-Elemente enthalten können sollte auf den Empfang von solchen Nachrichten verzichtet und nur Textnachrichten geöffnet werden - das ist in jedem Fall ungefährlich.
· Anhänge an eMails aus unbekannter Quelle (wenn es sich nicht gerade um Bilder handelt) sollten in jedem Fall vor dem Entpacken und der Ausführung auf Befall gestestet werden.
Siehe hierzu auch HOAX.

Vollquote, Fullquoting
= Das Zitieren kompletter Nachrichten, es ist kaum jemals nötig und gibt meistens Ärger, mehr siehe unter In der Kürze liegt die Würze. (Achtung, in privaten Nachrichten ist es oft gewünscht und sinnvoll)
Wird auch Vollquotteln genannt. Die Nähe zum Volltrottel ist beabsichtigt, so etwas machen nur Newbies. Vergleiche Nullquoting.

WebCam
= WEBCAMera
Das ist eine Videokamera, die einzelne Bilder oder ganze Bild-Sequenzen in definierten Abständen ins Internet überträgt, Beispiele bei http://www.balzereit.de/webcam/themen/tiere/home.htm.

Webmaster
Ursprünglich war er/sie zuständig für alles, was mit dem Betrieb und z.T. auch mit den Inhalten auf einem Webserver zu tun hatte. Seit dazu auch das Site-Layout und größere Programmierprojekte gehören ist die Verwendung dieses Namens für unterschiedliche Aufgabengebiete gängig: Für den Administrator, der den Server-Rechner und die Server-Software technisch betreut, und für den Online-Redakteur, für die Pflege der Inhalte und des Erscheinungsbildes zuständig ist.

X-Complaints
= Beschwerdestelle. In manchen News-Headern steht das am Anfang einer Zeile, dahinter dann die eMail-Adresse, wohin Beschwerden über den Absender des Postings geschickt werden können. Gründe können u.a. sein: SPAM, Beleidigungen anderer Teilnehmer und Aufrufe zu Straftaten.

X-NO-ARCHIVE: YES
Dieser Eintrag im Header bzw. in den ersten Zeilen einer Usenet-Nachricht soll verhindern, daß der Artikel archiviert (z.B. von http://groups.google.com ) wird und später wieder aufzufinden ist. Wird nicht gerne gesehen und nicht von allen News-Archiven respektiert.

Xpost, X'post
Crossposting
= Posting über mehrere Gruppen im Usenet, ist ungern gestehen und selten wirklich nötig, bitte nie nicht ohne F'up2!

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