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Renates Seiten! DFÜ-Kürzel - Smilies, Abkürzungen und die Netiquette Inhalt  | KÜRZEL online v2.76

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  Die NETtiquette  

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Ein Knigge in Cyberspace? Aber ja! Ein paar Regeln im Umgang miteinander haben sich auch hier eingebürgert und sollten beachtet werden. Manches ist selbstverständlich, manches muß Mensch noch gesagt werden ... :-) - und vieles ist Ansichtssache.

Bis 1997 war die Netiquette Konsens, inzwischen gibt es für die de.*-Hierarchie des Usenet eine nach einer Abstimmung bestätigte Version (http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/netiquette). Manche Mitleser reagieren sehr sauer auch auf kleinere Verstöße. Dann prüfe, ob und was Du falsch gemacht hast und entschuldige Dich ggf. (NEWBIE). Berücksichtige zukünftig die Regeln und lass' Dich nicht von den manchmal erbittert geführten Grundsatzdiskussionen erschrecken.

1. Erst denken, dann posten
2. In der Kürze liegt die Würze!
3. Keine aufwendige Signatur
4. Auch die Optik ist wichtig
5. Die Subject-Zeile
6. Keine Werbung
7. Die Anrede
8. Copyrights und geltende Gesetze beachten
9. Pseudonyme
10. An Datenschutz denken


Anmerkung: Diese NETtiquette ist aus Erfahrungswerten entstanden und enthält u.a. Empfehlungen zu persönlichen Nachrichten (eMails), sie ist nicht mit der offiziellen Netiquette (die nur für das Usenet Gültigkeit hat) identisch und soll sie auch nicht ersetzen.

1. Erst denken, dann posten

PMIGBOM - an der anderen Seite der Datenleitung sitzt auch nur ein Mensch. Also schreibe nie etwas, was Du dem anderen nicht auch vor anderen Leuten sagen würdest. Drücke Dich unmißverständlich aus. Lies besser eine Nachricht nochmals durch, bevor Du sie postetst, d.h. abschickst.

Wenn Du ironisch bist oder etwas nicht ganz ernst meinst dann kennzeichne diese Stellen durch Smileys (wie ;-))oder Abkürzungen (wie <jk> oder <i>). Dumme Sprüche sind nur in manchen Bereichen erlaubt und erwünscht, überprüfe den Umgangston im fraglichen Forum sehr genau und unterlasse Anpöbeleien und Flames. Jeder hat ein Recht auf seine Meinung!

Kritisiere niemals jemandem wegen mangelndem Ausdrucksvermögen oder orthographischen Fehlern.

Viele Fragen und Kommentare erübrigen sich, wenn Du Handbücher sorgfältig liest und die Diskussion in den fraglichen Bereichen längere Zeit aufmerksam verfolgst. Es gilt auch: Erst lesen, dann posten!

Schalte für Nachrichten, vor allem wenn sie von vielen Usern gelesen werden oder Du erstmals mit jemandem Kontakt aufnimmst, HTML-Code und ähnliches aus. Nicht alle können oder wollen HTML-Nachrichten lesen und ärgern sich dann über den kryptischen Müll auf ihrer Festplatte. (HTML-Nachrichten haben noch einen anderen, gravierenden Nachteil: Sie können die sog. "Trojaner" übertragen, das sind Computer-Viren, die sich im Code einer Nachricht oder Datei verstecken. Bekannt geworden ist "Melissa", aber es gibt auch andere. Der sicherste Schutz dagegen ist völliger Verzicht auf "bunte" Nachrichten!)

Vor dem Absenden einer Nachricht im Usenet oder einer anderen Nachrichten-Hierarchie überlege Dir genau, in welches Forum, welche Diskussionsgruppe sie paßt und beschränke Dich möglichst auf einen Bereich (siehe ECP). Listen der Gruppen der de.*- und de.alt.*- Hierarchien mit Besprechung gibt's in news:de.newusers.infos.

2. In der Kürze liegt die Würze!

Nachrichten, die mehrere Seiten lang sind liest niemand sehr gerne, also fasse Dich kurz und drücke Dich präzise aus. Das Einfügen von Originaltext ("quoten ") ist sinnvoll und wird gerne gesehen, solange nur einige Worte oder wenige Zeilen kopiert werden. Die Urheber sog. "Megaquotes" oder "Vollqoutes", d.h. vollständig gequoteter Nachrichten mit möglichst kurzem Kommentar am Ende der Nachricht heißen Vollquottel und wandern schnell in die Killfiles vieler Mitleser.

Sei vorsichtig mit dem Verschicken von größeren Datenmengen per eMail (Programme, Bilddateien usw.) und denke auch an die Telefonrechnung der anderen User. Besser vorher fragen ob die Daten auch wirklich erwünscht sind! Dann kann sich der User zu einer günstigen Tageszeit einloggen oder um eine Diskette bitten. Nicht jeder hat eine Flatrate! Im Usenet sind Bilder nur in Gruppen erwünscht, die eine entsprechende Kennung tragen (*.binaries.*), in CompuServe-Foren erübrigt sich das Problem, hier gibt es allgemein zugängliche Bibliotheken.

Enthalte aber auch niemandem Deine Erkenntnisse vor, wenn Du etwas Interessantes oder für eine Diskussion Relevantes zu sagen hast.

Schalte für Nachrichten, vor allem wenn sie von vielen Usern gelesen werden, oder Du erstmals mit jemandem Kontakt aufnimmst HTML-Code und ähnliches aus. Nicht alle können oder wollen HTML-Nachrichten lesen, und ärgern sich dann über den kryptischen Müll auf ihrer Festplatte. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Nachricht zwei Mal, als Text und als HTML-Datei (oder in einem andern Dateiformat = Multipart-Artikel) ankommt - leider in vielen Programmen eine Standardeinstellung.

3. Keine aufwendige Signatur

Deine Signatur kann mehrere Zeilen enthalten. Vier Zeilen sind für eine Signatur in Ordnung, das ist im Usenet seit 1997 so geregelt. Enthalten sein können außer dem Namen noch die Homepage, die Telefon- oder Faxnummer, eine oder mehrere eMail-Adressen (falls abweichend von der im Header), in einigen Fällen die Postanschrift. Im Usenet sollte sie durch "-- <enter>" (-- ) abgetrennt sein, das sieht ein RFC-Entwurf (Son-Of-RFC1036, nie über das Entwurfsstadium hinausgekommen).

Der persönliche Spruch des Tages und aufwendige ASCII-Grafiken werden von vielen als störend empfunden. Lächerlich wirkt es, wenn die Sig länger ist als die eigentliche Nachricht.

Viele Programme erlauben das Anhängen einer sog. "Visitenkarte" mit weiteren Daten des Absenders. Das ist nur selten erwünscht, denn dafür ist HTML-Code notwendig. Die Option, HTML-Code zu lesen haben viele User nicht oder sie haben sie nicht eingeschaltet. Auch andere von der Software generierte Footer (=Zeilen unterhalb der eigentlichen Nachricht) sind unerwünscht.
 

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4. Auch die Optik ist wichtig

Deine Nachrichten sollen gut lesbar sein - also füge nach einigen Sätzen Absätze ein. Eine Zeile sollte nicht länger als 70 Zeichen sein (Programm entsprechend einstellen oder von Hand Zeilenumbrüche einfügen), dann ist der Text auch mit Zitaten-Zeichen davor noch gut lesbar. Hier ist eine "Meßlatte" dazu:

----+----|----+----|----+----|----+----|----+----|----+----|----+----|
1 10 20 30 40 50 60 70

Sonderzeichen werden zwar innerhalb eines Datendienstes meist erkannt, aber bei älterer Technik noch nicht, wenn die Nachricht den Datendienst wechselt. Dann kommen nur noch verstümmelte Zeichen an, daher sollten in Zweifelsfällen Umlaute aufgelöst werden (ü -> ue, ß -> ss, siehe auch: Die Kiste mit dem Umlauten).

Achte auf Deine Rechtschreibung. Sie muß nicht perfekt sein, doch allzu viele Fehler sind störend beim Lesen. Konsequente Kleinschreibung mag ja gerade noch als persönliche Note durchgehen und wird oft toleriert, aber konsequente Großschreibung ist eine Zumutung für Deinen Leser ("TYCLO"). Je sorgfältiger Deine Artikel geschrieben sind, desto ernster wird Dein Anliegen genommen.

Denke daran - Deine Nachrichten sind Deine Visitenkarte! Nachrichten im Usenet sind z.B. mit http://groups.google.com noch für Jahre abrufbar.

5. Die Subject-Zeile

Benutze eine treffende Subject-Zeile, denn nach dem Subject (= Betreff) wählen die meisten User die Nachrichten aus, die sie lesen wollen und danach lassen sie sich später leichter wiederfinden. Meistens hat die Diskussion nach der 10. Nachricht nichts mehr mit dem Subject zu tun - aber dann kann der Thread umbenannt werden.

Benutze in Subject-Zeilen keine Umlaute und Sonderzeichen.

6. Keine Werbung

Kommerzielle Werbung ist im Cyberspace unerwünscht. Wenn Du trotzdem Werbung für Deine Produkte machen möchtest, dann tue das in den wenigen dafür vorgesehenen Bereichen und/oder frage in moderierten Bereichen vorher den SysOp.

Kommerzielle Informationen und Adressen werden jedoch gerne toleriert, wenn sie "im Rahmen" bleiben, z.B. wenn jemand nach einer speziellen Problemlösung oder einem Produkt gefragt hat oder ein Buch weiterhelfen könnte ... . Das vielfach übliche Unkenntlichmachen durch Ersetzen einzelner Buchstabe mit Sternchen in einem Herstellernamen ist nicht erwünscht. Wer den Hersteller kennt, weiß wer gemeint ist, und der User, der an einer Problemlösung interessiert ist rätselt immer noch. Nachrichten, die viele Firmennamen im Klartext enthalten könnten jedoch von Programmen, die Werbung ausfiltern ("Cancelbot") als "Spam" behandelt werden - daher im Einzelfall Vor- und Nachteile abwägen.

7. Die Anrede

Eine Regel dafür gibt es nicht. Das Du hat sich aber eingebürgert und wird, mit Ausnahme einiger weniger CI$-Foren und Bereiche des Usenet, allgemein akzeptiert. Am besten vor dem Schreiben einer Nachricht den Umgangston im Forum prüfen.

Wenn Du eine private Nachricht an jemanden schreiben willst, weil er/sie Dir z.B. als fachlich kompetenter Ansprechpartner genannt wurde ist meist das "Sie" besser - kommt auf den Kontext an.

8. Copyrights und geltende Gesetze beachten

Frage besser den Autor, wenn Du Artikel, Bilder, Programme etc. posten willst (gegen kurze Absätze zur Information der anderen User mit Quellenangabe ist i.d.R. nichts einzuwenden).

Halte Dich an die gesetzlichen Regelungen, z.B. ist das Versenden von Raubkopien illegal. Du kannst damit nicht nur Dich, sondern auch den Forumsbetreiber, Deinen Provider etc. in Schwierigkeiten bringen.

Die Veröffentlichung von privaten Mails ist zwar nicht rechtswidrig, aber auch da solltest Du besser den Verfasser vorher fragen ... .

Oft unerwünscht sind außerdem sogenannte "human gateways". Das sind Absender, die Inhalte aus verschiedenen für jedermann zugänglichen anderen Bereichen (Newsgroups, Datendienste, Mailboxnetze, Internet, Videotext, Newsletter ...) ins Netz weiterleiten. Zum einen sind es keine neuen Inhalte, interessierte Leser kennen die Texte meist schon, zum anderen sind die Autoren der weitergeleiteten Texte nicht immer einverstanden -> Urheberrechtsverletzung.

9. Pseudonyme

Viele User haben mit Trägern von Pseudonymen schlechte Erfahrungen gemacht. Deshalb sind sie nirgendwo gerne gesehen und in vielen Foren auch nicht zugelassen. Bitte logge Dich, wenn es irgendwie geht unter Deinem wirklichen Namen ein und rechne mit empörten Reaktionen, wenn Du es nicht tust.

Vermeide bitte auch Adressverfälschungen in Diskussionsbereichen - es ist auf Dauer kein wirksamer Schutz gegen Spam-Schutz und macht, wenn Dir jemand privat antworten möchte, nur unnötig Arbeit. Denn Die Nachricht an einen Absender mit gefälschter Adresse kommt zum Schreiber zurück, und der Provider erhält Fehlermeldungen. Denen muß er überflüssigerweise nachgehen.

10. An Datenschutz denken

Denke an den Schutz Deiner persönlichen Daten und poste Deine Anschrift und Telefonnummer niemals öffentlich, nur per privater eMail. So schützt Du Dich vor Mißbrauch. In den letzten Jahren werden zunehmend Verschlüsselungsprogramme angeboten, die Sender und Empfänger installiert haben müssen (z.B. PGP - Pretty Good Privacy), Verwendung vorher unbedingt absprechen.

Daten im Cyberspace können mit etwas Aufwand abgefangen werden. So sensible Daten wie z.B. Deine Kreditkartennummer gib besser nur per SnailMail oder telefonisch weiter.


Eine wirksame Datenschutz-Software sitzt zwischen Deinen Ohren! Nutze sie.
Sei vorsichtig mit dem Ausprobieren von Tips, die Dein System betreffen. Tips im Zusammenhang mit dem FTP-Server 127.0.0.1 sind z.B. immer mit Vorsicht zu genießen - das ist der eigene Rechner. Außerdem beantworte niemals unerwünschte (Werbe-)Nachrichten, selbst wenn versprochen wird, Dich dann von der Liste zu streichen und Du nie wieder ähnliche Werbung bekommen sollst. Deine Antwort ist für den Absender immer ein Beweis, daß Dein Postfach existiert und Motivation, Dich weiterhin zuzumüllen. Verwende besser SPAM -Filter und Killfiles. Beantworte auch niemals eine per eMail angekommene Paßwortabfrage, egal wie der seriös Absender aussieht oder auszusehen scheint! Dahinter stecken normalerweise Betrüger. Bei Unsicherheiten frage per eMail an die Dir ursprünglich mitgeteilte Adresse nach oder rufe die offizielle Service-Nummer an. Niemals Daten aus der fraglichen Mail zur Kontaktaufnahme benutzen!

Einige Hinweise mit juristischem Hintergrund für Einsteiger gibt es unter dem Titel "Netz für Newbies - For a better understanding" bei Freedom for Links (http://www.freedomforlinks.de/Pages/newbies.html).

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