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Rotbraune Flecken bei "Hypostomus punctatus" = Liposarcus pardalis und LDA25

(v 0.9)
 
 

Einige Exemplare der unbeschriebenen Harnischwelse LDA25 werden regelmäßig mit rötlichbraunen Flecken importiert. Die Krankheit ist bisher unheilbar. Ich habe etwas ähnliches bei einem "Hypostomus punktatus" festgestellt und versuche, Informationen über Erreger und Therapie zu finden. Einige Zeit nach dem Kauf stellte sich heraus, daß der bisher angenommene Name falsch ist und es sich um einen Liposarcus pardalis, bzw. L21 handelt.

 
 

 

Liste Tagebuch
Liste Medizinisches
Liste Rote Flecken bei LDA 25 - Informationssammlung, mit Fotos
Liste Was sind Mikrosporidien
Liste Quellen, Anmerkungen und Credits

 

 

 

Tagebuch

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Foto des Fleckes, beim Einsetzen nach dem Arztbesuch aufgenommen. Die Farbe wird, zumindest auf meinem Bildschirm, naturgetreu wiedergegeben

Tag 1 (16.11.98): Beim Herausschwimmen aus der Transporttüte entdecke ich bei dem gerade gekauften "Hypostomus punctatus" (26,5 cm vom Maul bis zur Schwanzspitze, leider zu groß für mein Quarantänebecken) einen ca. 5mm großen, burgunderroten Fleck unter dem rechten Auge, dicht am Maul. Der Fleck sieht aus wie aufgemalt oder -geklebt, er verdeckt die Pigmentierung des Tieres fast vollständig. Damit gleicht er verblüffend dem von LDA25 bekannten Problem [1]. Zahlreiche Informationen aus dem Internet, die ich in den nächsten Tagen erhalte verstärken teils diesen Eindruck, teils widerlegen sie ihn.

Tag 4: Das Tier versteckt sich während der letzten Tage fast ständig hinter einer Amazomas-Schwertpflanze an der Rückwand des Aquariums, allenfalls eine Flossenspitze ist zu sehen. Gegend Abend kommt es doch noch einmal in die Nähe der Frontscheibe. Der Fleck ist größer geworden, er sieht aus, als ob die "Farbe" ausläuft. Das Tier verhält sich aber normal und frißt gut, die Dekorationsgegenstände im Becken sind morgens immer sichtbar abgeraspelt.

Tag 7: Durch Zufall entdecke ich in einem Buch von Bassleer das Bild eines Hypostomus mit einem rötlichen Fleck am Schwanz, hellen Bereichen am ganzen Körper und einem aufgetriebenen Bauch [2]. Bassleer nennt allgemein Bakterien als Ursache, auf Details verzichtet er. Einen dicken Bauch hat mein Tier, nun ja, und helle Flecken auch. Aber die sind so regelmäßig als Querbinden angeordnet, daß sie wohl Teil der natürlichen Färbung sind. Der Fleck ist nicht so orangerot wie der abgebildete, und der Bauch meines Exemplars kann auch einfach gut gefüllt sein.

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Dr. Mergenthal bei der Arbeit. Die auffällige Stelle wirkt außerhalb des Wassers dunkelbraun.

Tag 8: Wir (mein Sohn, der Wels und ich) sind bei Tierarzt Dr. Mergenthal in Achim angemeldet. Nach dem das Haltungsbecken völlig derangiert ist und Pflanzen und Dekoration auf um den Ort des Geschehens herum gestellte Eimer und Schüsseln verteilt sind habe ich das Biest endlich gefangen (völlig dilettantisch am Schwanz in einen großen Meßbecher gezogen). Es wird in einem großen, gut verschlossenen und mit einer Decke gegen die Kälte gesicherten Eimer auf dem Beifahrersitz im Auto angeschnallt, mein Sohn auf der Bank dahinter und auf geht's. Über die erforderlichen Untersuchungen hat mich zuvor die Tierärztliche Hochschule Hannover informiert. Dr. Mergenthal nimmt verschiedene Abstriche, der von der auffälligen Stelle wird sofort zum Einschicken für einen Resistenztest und eine Keimbestimmung vorbereitet. Die anderen sieht er sich unter dem Mikroskop an und findet in der Probe vom Schwanzansatz einen Erreger. Er ist klein, kreisrund und bewegt sich sehr schnell hin und her. Identifizieren kann er ihn leider nicht.

Tag 10: Habe ich einen imposanten Hypostomus? Zu sehen ist außer frischen Kotsträngen am Morgen nichts, so gründlich hat er sich hinter seiner Echinodorus verkrochen. Seit gestern läuft die Belüftung, vielleicht hilft es ihm etwas, auf jeden Fall wachsen so täglich frische Algen.

Tag 11: Möglicherweise habe ich keinen Hypostomus, sondern einen Liposarcus, evtl. einen L. padalis (wegen der Anzahl der Rückenflossenstrahlen, def Tip kam von Ingo Seidel). Hoffentlich ein Irrtum ... .

Tag 14: "Otocinclus flexilis" wird manchmal als Synonym für LDA 25 gebraucht, wie ich aus verschiedenen Newsgroup-Artikeln erfahre. Die Ähnlichkeit ist jedoch nur oberflächlich, die beiden Arten gehören verschiedenen Unterfamilien innerhalb der Loricariidae an (LDA 25 ist hypostomin und Otocinclus flexilis hypoptopomatin). Mein Händler hat vor wenigen Tagen LDA 25 bestellt und Otocinclus flexilis bekommen ... . - Berichte, nach denen die rostroten Flecken bei Octocinclus flexilis auftauchen betreffen sehr wahrscheinlich LDA25. Ein solcher Bericht eines Hobby-Mikrobiologen, den ich heute entdeckte schildert das Ergebnis eines Abstriches. Er vermutet einen Pilz ("Mikrosporie") als Ursache, kann ihn aber nicht identifizieren. Das würde u.a. die kreisrunde Form der aufälligen Stellen sowie die größe Gewebezerstörung im fortgeschrittenen Stadium erklären (Verkrümmung)... .

Tag 16: Nach mehreren Tagen in seinem läßt sich der Wels heute wieder sehen. Der Fleck hat sich nicht verändert, und die eingerissenen Brust- und Bauchflossen (Schaden aus dem Verkaufsbecken oder vom Transport) sind vollständig verheilt.

Tag 18: Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat in den eingesandten Proben keine Bakterien gefunden. Die von dem amerikanischen Hobby-Mikrobiologen vermutete Pilizinfektion ist keine, die Beschreibung läßt vielmehr auf Mikrosporidien schließen. Das sind sporenbildende, einzellige Parasiten. Sie sind wirtsspezifisch und können verschiedene Organe befallen und sich darin vermehren. Die Bekämpfung ist schwierig.

Tag 21: Da keine Bakterien gefunden wurden, ist noch ein Besuch meines Welses bei Tierarzt nötig. Dr. Mergental hat sich inzischen mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover beraten und nimmt u.a. Tesafilm-Abstriche und eine Kotprobe. ­ Das Tier wehrt sich heftiger als beim letzten Mal gegen das Einfangen, es hat sich wohl gut im Haltungsbecken eingelebt. Aber ich weiß jetzt, daß die sicherste Fangmethode das Ziehen am Schwanz ist, und so landet es ohne neuerliche Beckendemontage im Transporteimer. Der rötliche Fleck hat sich leider etwas vergrößert, er wirkt jetzt auch weniger scharf abgegrenzt als am Anfang.

Tag 22: Die Dorsalformel meines angeblichen Hypostomus ist I,14; was ein Hartstrahl und 14 geteilte Weichstrahlen in der Rückenflosse bedeutet. Damit ist es eindeutig ein Liposarcus, aufgrund der Zeichnung (wurmarige dunkle Flecken auf dem Rücken, Punkte auf dem Bauch auf hellem Grund) deutet auf einen Liposarcus padalis hin, wie Ingo Seidel mir erklärt.

Tag 26: Mein Tierarzt informiert mich, daß widerum keinerlei Erreger gefunden wurden. Der Bericht aus Hannover ist extrem knapp ausgefallen, die Kotprobe wird darin nicht einmal erwähnt. Demnächst folgt eine Gewebeentnahme, Termin steht noch nicht fest.

Tag 32: Und wieder ein Termin bei Dr. Mergenthal. Der Wels wehrt sich deutlich kräftiger als beim ersten Fangversuch vor einigen Wochen und schwimmt deutlich sicherer mögliche Versteckplätze an. Aber ich habe auch dazugelernt - zwar ist die Wand hinter dem Aquarium nachher naß und mit Wasserlinsen dekoriert, aber die Beckeneinrichtung ist diesmal noch intakt. Dr. Mergenthal kratzt von der betroffenen Stelle eine Gewebeprobe ab (das Kratzgeräusch ist sehr laut und zeigt, wie hart die Panzerung des Tieres ist) und legt sie in 4%iges Formalin. Außerdem entnimmt er ein auffälliges Stück von der Schwanzflosse und etwas vom Ansatz der Rückenflosse. Wieder im Haltungsbecken angekommen ist das Tier deutlich unruhiger als die beiden Male zuvor. Um die Stelle der Probenentnahme herum löst sich die Schleimhaut.

Tag 36: Dr. Mergenthal informiert mich von dem Befund der Tierärztlichen Hochschule Hannover: In den letzten Proben wurden Mikrosporidien gefunden. HAnnover schlägt eine Behandlung mit Toltrazuril (bzw. Baycox von BAYER) vor. Dazu wird das Tier für vier Stunden in einer Lösung gebadet, der 5-20 mg/l des Medikamentes zugesetzt sind, dasselbe für je eine Stunde jeden folgenden Tag. Anschließend soll ich das Haltungsbecken wegwerfen. Das würde ein teurer Spaß, und ich hoffe ich kann doch im Haltungsbecken, evtl. mit anschließendem großen Wasserwechsel (80%) behandeln. Ich werde mich genauer über Medikament und Parasiten informieren. - An der Dorsale, da, wo Dr. Mergenthal auf Verdacht Gewebe entnommen hat ist deutlich eine rötliche Färbung zu erkennen. Auch dort zeigt sich die Infektion, es sieht aus als sein nur eine sehr dünne Schicht gefärbt.

Tag 37: Das Laboratory of Veterinary Protozoology (am Institute of Parasitology - Academy of Sciences of the Czech Republic) schreibt: "Toltrazuril, which has been used against intestinal coccidiosis, also had no inhibitory effect on microsporidia (Text nicht mehr online)." Hoffentlich gilt das nicht für Mikrosporidien bei Fischen, das Institut hat es an Mäusen getestet. - Ich schicke ein Fax mit einem Ausschnitt der gefundenen Webseite an Dr. Mergenthal, der mir erklärt daß bei den Versuchsmäusen ein ganz andere Art der Mikrosporidien behandelt wurde. Die meines Welses sind eine noch nicht beschriebene Unterart der sog. Glugea, und Glugea wurden mit Toltrazuril schon erfolgreich bei Fischen, u.a. bei einem Karpfen in Hannover behandelt.

Tag 39: Ziemlich verblüfft stelle ich fest, daß mein Liposarcus sich unter einem Steinhaufen eingegraben hat. Später kann ich die interessante Grabungstechnik beobachten: Brust- und Buchflossen werden wie Schaufeln benutzt, der Abraum mit der Schanzflosse nach hinten transportiert. Leider ist die Höhle etwas eng, so daß sich das Tier viel Schleimhautgewebe abschabt und die Wunde vor der Rückenflosse langsamer verheilt als die am Maul.

Tag 47: Nachdem die beiden Stellen, an denen Dr. Mergenthal Gewebeproben entnommen hat, etwa 2 Tage nach der Entnahme verpilzten sind sie jetzt fast vollständig verheilt. Von den charakteristischen roten Flecken ist fast nichts mehr zu sehen, die Manipulationen daran haben offensichtlich keinerlei dauerhaften Schaden angerichtet.

Tag 60: Das Medikament Baycox® kommt an. In einem Becken ist Ichtyo ausgebrochen, die Behandlung möchte ich erst zu Ende bringen, bevor ich die experimentelle Baycox®-Behandlung durchführe. Von roten Flecken ist keine Spur mehr zu sehen, ein kleiner Fleck, den ich vor einigen Tagen noch sehen konnte hat sich zurückgebildet.

Tag 72: In einem kleinen Aquarium ohne Einrichtung behandle ich den Wels mit 16 ml Baycox®/100 l Wasser für 4 Stunden. Das Tier zeigt keinerlei Vergiftungserscheinungen oder sonstige Probleme mit dem Medikament.

Tag 80: Behandlung abgeschlossen. Noch jeweils 4 Mal im Abstand von je 2 Tagen bekommt mein Liposarcus ein Kurzbad, diesmal nur für je eine Stunde. 3 der Behandlungen finden im Haltungsbecken statt (10 ml Baycox®/100 l, anschließend 80% Wasserwechsel), eine weitere im Behandlungsbecken (24 ml Baycox®/100 l). Keiner der mitbehandelten Tanganjikabarsche oder der Wels scheint Probleme mit dem Wirkstoff zu haben. - Außerdem desinfiziere ich das Becken und alle Gegenstände mit Formalin (3%ige Lösung für 24 Stunden), dazu räume ich das Becken komplett aus und wasche und desinfiziere auch den Bodengrund. Die ursprüngliche Empfehlung der TiHo Hannover lautete, das komplette Aquarium wegzuwerfen. Leider hat sich der Wels an der Heizung im Behandlungsbecken verbrannt, die Wunde icst 7 cm lang und verpilzt zum Glück nur zum Teil. - Hoffentlich hat der Behandlungsstreß dem Tier nicht zusätzlich geschadet!

Tag 99: Von der Wunde der Probenentnahme ist fast nichts mehr zu sehen, auch die Verbrennung verheilt problemlos (einen Heizer mit Ummantelung habe ich inzwischen angeschafft). Rotbraune Flecken sind keine zu sehen, aber eine etwas merkwürdige Pigmentierung an der rechten Körperseite. Sie ist mir schon vor Wochen aufgefallen, wirkte aber eher wie eine Unregelmäßigkeit der Färbung. Hoffentlich ist es nicht mehr ... !

 

 

 

Medizinisches

Meine Recherchen im Internet drehten sich hauptsächlich um die bekannten rotbraunen Flecken bei LDA 25 "Pit Bull", von dem oft angenommen wird, daß er auch ein Hypostomus ist - die farblichen Ähnlichkeiten der Symptome sind nicht zu übersehen, deshalb setzte ich hier an. Das sollte sich als richtig erweisen, denn auf diesem Umweg fand ich im Internet eine Beschreibung des Erregers, nach dem sonst nie gesucht worden wäre. Klar war bisher nur, daß bisher keine Heilungsmöglichkeit bekannt ist und befallene Tiere getötet werden müssen. Informationen zur Ursache lagen keinem der von mir Befragten vor. Bei einem Liposarcus pardalis ist dieses Problem noch nicht aufgetaucht, soweit bekannt.

Die als eine unbeschriebene Glugea-Art identifizierten Erreger meines Tieres sind bis in die 5. (pigmentbildende) Hautschicht, das Stratum Germinativum vorgedrungen. Das ist eine beachtliche Leistung bei einem so stark gepanzerten Tier! Sie haben dort eine Zellschicht aktiviert und eine verstärkte Pigmentbildung hervorgerufen, daher die auffällige Färbung.

Der Verursacher der Flecken ist sicher nicht das primäre Problem. Das Tier war starkem Streß ausgesetzt, sein Immunsystem wurde geschwächt (Import, Haltung beim Großhändler und im Verkaufsbecken) und konnte nur so eine Angriffsfläche für den aggressiven, hochspezialisierten Erreger bieten. In diese Richtung hat mein Tierarzt von Anfang an spekuliert, und er hat recht behalten.

 

 

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Rostrote Flecken bei LDA 25 - Informationssammlung

Erkrankter LDA 25, Ansicht des ganzen Tieres und Detail
LDA 25, auch im Handel als "Pit Bull" Harnischwels ist nicht wissenschaftlich beschrieben. Die Zuordnung ist noch nicht gesichert, verschiedentlich wird er u.a. der Unterfamilie der Hypostominae zugeschrieben oder als Chaetostoma sp. bezeichnet. Der MERGUS Band 5 schlägt "Gründlingswels" als deutschen Populärnamen vor, der das Verhalten der putzigen kleinen Kerlchen IMO sehr gut charakterisiert. Ein kleiner Artikel zu diesem Welsen mit Bildern existiert bereits auf meiner Homepage, Abbildungen gesunder Tiere gibt's u.a. auch in Loricariidae: all L-Numbers (AQUALOG) und bei Planet Catfish.

Die folgenden Aussagen wurden mir von verschiedenen Welsfreunden zugeschickt, ich gebe sie hier unreflektiert wieder. Mir ist es vorerst nicht möglich herauszufinden, ob die bei LDA 25 vorkommenden Flecken identisch sind mit denen meines Hypostomus. Unabhängig davon recherchiere ich weiter und freue mich über jede Information.

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    Foto eines stark geschädigten Tieres, Verkrümmung deutlich sichtbar
    Die anfangs rostroten Flecken zeigen sich ausschließlich am Körper oder am Kopf, niemals auf Flossen und schädigen diese auch in späteren Stadien nicht (d.h. sie faulen z.B. nicht ab bei Befall in unmittelbarer Nähe). Zunächst überdecken sie nur die eigene Pigmentierung der befallenen Tiere, später wirken sie wie ein Belag. Mit der Zeit entwickeln sich ausladende Geschwüre und die Tiere sehen aus, als ob sie platzen wollten und zeigen Verkrümmungen.
  • Befallene Tiere zeigen keinerlei Verhaltensauffälligkeiten und fressen normal (Endstadium ausgenommen).
  • Der Parasit scheint artspezifisch zu sein. Demnach tritt die Krankheit grundsätzlich nur bei den frisch eingesetzten Wildfängen auf und ist innerhalb des Aquariums gegenüber anderen L-Welsen nicht ansteckend.
  • Bei mindestens einem Großhändler sind in Becken, in denen ein Tier krank wurde schließlich alle infiziert worden. Vielleicht hat eine Infektion stattgefunden, vielleicht waren die Flecken noch so klein, daß sie bei Ankunft niemandem auffielen?
  • Die Flecken tauchen bei LDA25 anscheinend dann auf, wenn die Fische zu warm gehalten werden, weil sie angeblich aus kühleren Gewässern stammen (Anmerkung: Zuchtversuche hatten bei 20ºC Erfolg).
  • Befallene Importe gibt's nur während der Trockenzeit, Sendungen später im Jahr sind gesund (Oliver Lucanus, Biotope Imports Inc. in einer Mailinglist).
  • Die "Infektion" scheint recht häufig vorzukommen. Immer wenn LDA 25 im Handel sind, sind auch infizierte Tiere dabei - grundsätzlich.
  • Bisher ist weder der Erreger bekannt, noch eine Heilungsmöglichkeit. Befallene Tiere müssen getötet werden.
  • Standardmittel gegen parasitären Befall incl. Salz und Temperaturerhöhung (aber nicht Formalin) wurden ausprobiert, leider erfolglos.
  • Bei Skalaren mit rötlichbraunen Flecken half das Antibiotikum Kanamycin.
  • Ein Importeur berichtete, daß er kranke LDA25 in stark veralgte Becken setzt, und diese sich dort von selbst erholen. Ich möchte gerne einmal selbst mit dem Mann telefonieren, bisherige Versuche sind jedoch gescheitert, weil er häufig in Südamerika ist. Vermutlich beschreibt "krank" nur "abgemagert", und nicht die roten Flecken.
  • "Die Tiere werden zur Trockenzeit in riesigen Mengen in warmen, stehenden Gewässern vor Recife gefangen, die stark von Abwässern belastet sind. Deshalb tritt vermutlich die Krankheit nur zur Trockenzeit auf. Während der Regenzeit sind die Gewässer schnell fließender und dann laichen sie wahrscheinlich ab. Kühle Gewässer, wie gemutmaßt, gibt es im Raum Recife nicht." (Ingo Seidel 4/2001)

Anmerkung: Meine Tiere wurden in einem Verkaufsbecken zusammen mit erkrankten Exemplaren gehalten, sie sind bis heute gesund und völlig problemlos. Ich pflege sie bei 25ºC.

 

 

 

Was sind Mikrosporidien?

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Quellen, Anmerkungen und Credits

Unabhängig davon, ob mein Wels das LDA25-Problem hat oder nicht möchte ich weiterecherchieren und beide Erkrankungen vergleichen. Vielleicht finde ich dabei jemanden, der ein Heilmittel kennt. - Ich pflege ebenfalls LDA25, versuchte über Jahre, noch mehr Tiere zu bekommen und war im Februar 2001 endlich erfolgreich. Welse mit roten Flecken waren jedoch nicht dabei.

Vielen Dank an alle "Informanten" (u.a. Wolfgang Braun, Julian G. Dignall, Erwin Schraml, Christian Schims und Ulrich Breitfeld) und an Erwin Schraml für Zusendung und Erlaubnis zur Veröffentlichung seiner Bilder (die Links führen zu den jeweiligen Homepages).

[1] MERGUS Band 5, S. 373
[2] Gerald Bassleer, Bildatlas der Fischkrankheiten im Süßwasseraquarium, Naturbuch-Verlag, 1996, S. 211 f.
[3] Englisch Planet Catfish

 

 

 

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