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Der maulbrütende Kampffisch Betta edithae - eine stille Schönheit( Erfahrungswerte | Steckbrief | Laichakt | Quellen ) |
1994 schaffte ich mir für mein damals einziges Aquarium zwei Harnischwelse "L2" an, die mir als fleißige, pflanzenschonende Algenfresser verkauft wurden. Das war ein Irrtum und meine große Echinodorus bald zur Gitterpflanze reduziert. Zum Glück bekam ich kurz danach ein gebrauchtes 54-L-Aquarium, und das sie dann umzogen. Um Ihnen etwas Gesellschaft zu verschaffen, besuchte ich eine Zierfischbörse. Einer der Züchter bot paarweise knapp 8 cm große Fische in 150-ml-Schraubgläsern an. So etwas hatte ich bis dahin och nicht gesehen. Ich wußte damals zwar, was Kampffische waren, sie reizten mich aufgrund der bunten und schleierbelasteten Zuchtformen, die ich bis dahin kannte gar nicht. Diese schon. Sie entpuppten sich als echte "Hingucker" - und nicht nur aufgrund des interessanten Laichaktes.
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Erfahrungswerte
Irgendwann im Laufe der ersten drei Wochen nach ihrem Einzug wurden die Geschlechter unterscheidbarer. Das Männchen blieb bei der hell-rotbraunen Grundfarbe und entwickelte weiße Flossensäume sowie eine Vielzahl von hellblauen, elegant schimmernden Glanzpunkten auf Körper und Flossen, das Weibchen bekam eine hellere Grundfarbe mit drei dunkelbraunen Längsstreifen. Als sie dann ablaichten, war ich völlig überrascht. Die Bilder des ersten Ablaichens habe ich an das Ende dieses Artikels gestellt. Weitere Fotos waren nicht mehr möglich, weil ich das Aquarium umgestalten mußte, denn die L2 hielten auch hier die Pflanzen für Salat. Es sah nach der Umgestaltung aus, wie in einem anderen Artikel auf dieser Site beschrieben. Die Bettas laichten zukünftig auf einem Stein im Hintergrund, etwa alle sechs Wochen. In den folgenden Tagen ließ sich das Männchen nur selten blicken. Wenn, dann war gut zu sehen, wie er die Eier immer wieder umschichtete. Es sah aus, als ob er sie durchkaute. Ich fand nie ein verpilztes Ei und sah auch nie, daß er eines ausspuckte. Ob er fehlentwickelte Eier fraß? Das wäre dann seine einzige Nahrung gewesen. Lt. Literatur sollte er über 100 Eier im Maul haben können, bei meinem Tier waren es wohl nie mehr als 30-50 Stück. Ab und zu fing ich einige der Jungtiere heraus, die er nach 10 Tagen aus seinem Maul entließ. Einmal waren es 12 Stück, die ich mit Artemia-Nauplien separat aufzog. Der Verkauf auf einer Börse war jedoch schwierig, da Kampffische nach landläufiger Meinung bunt zu sein haben. In der Folgezeit zog ich nur noch einzelne Tiere auf. Nach dem Tod der Eltern besaß noch zwei Weibchen, so daß diese Tiere bei mir ausstarben. Inzwischen bin ich wieder auf der Suche nach maulbrütenden Kampffischen, die nicht zwangsläufig B. edithae sein müssen. Da im MERGUS[5] eine Hälterungstemperatur von 24-28°C angegeben ist, stellte ich die Beckentemperatur auf 26°C ein. Bei einen späteren Kontakt mit dem Züchter (leider hatte er zu diesem Zeitpunkt alle Tiere verkauft) riet er mir zu 23°C. Sie fühlen sich dabei wohler und sind langlebiger (mehr als ein Jahr), meinte er. Im Alter wurden meine beiden fleckiger und farbloser, laichten aber bis zum Tode des Weibchens mit 3 1/2 Jahren noch regelmäßig ab. Das Männchen wurde etwas über 4 Jahre alt. Lt. Züchter ist das mindestens ein Jahr zu wenig. Gleichzeitig mit den beiden Bettas lebte u.a. ein Paar Honigfadenfische (Colisa chuna, oder wie sie gerade wieder heißen, Wildform) im Aquarium. Die beiden Labyrinther störten sich überhaupt nicht. Die Honigfadenfische konnten mehrfach ablaichen und die Jungen freischwimmen, ohne daß ein Betta Interesse am Schaumnest zeigte. Nach dem Freischwimmen stieg das Interesse natürlich sprunghaft. Beide Arten beobachtete ich häufiger bei Fressen von Hydra, vor allem die Guramis. Diese Neigung beider Arten, an allem zu zupfen, was sich bewegt wurde, leider zwei Apfelschnecken zum Verhängnis. Zum Schutz ihrer Fühler verkrochen sie sich in ihren Häusern und starben, bevor ich eingreifen konnte. Ähnliches dürfte Garnelen wiederfahren. |
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Steckbrief Betta edithae
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Quellen
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(03/2001)· |