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Das Testaquarium

 
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... steht seit etwa 3 Jahren. Unterschrank und Abdeckung sind selbstgebaut und auf Wartungsfreundlichkeit und einfache Pflege ausgelegt. Installationen im Becken wurden aus optischen und praktischen Gründen möglichst vermieden, die CO2-Schnecke ist eigentlich schon zu viel ... . -  Die meisten Pflanzen sind alteingesessen und gehörten schon zur Einrichtung meines ersten Aquariums.



Vorgeschichte

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das Testaquarium im Februar

Das Foto zeigt einen Ausschnitt, aufgenommen Ende Februar 1999.

Im ersten Jahr (1996) war das Aquarium völlig problemlos. Dann stieg durch eine Fehlsteuerung der Heizung in einer Nacht die Beckentemperatur auf 35°C. Alle Pflanzen und die Dekoration mußten auf der Suche nach Fischleichen ausgeräumt werden. Schon in der nächsten Woche begannen Algen, u.a. Fadenalgen zu wuchern. Die mechanische Entfernung war sehr aufwendig, also begann ich mit CO2 zu experimentieren, zunächst mittels Hefegärung zugeführt (ein Teil der Geschichte dazu ist in DATZ 2/98 unter dem Titel "CO2 im Selbstversuch" nachzulesen), später wurde eine professionelle CO2-Anlage installiert. Die Flaschen reichten zunächst nur etwa 2 Monate, jedoch ist seit dem Oktober 1998 der pH-Wert des Leitungswassers von ca. 8,5 auf knapp über 7 gesunken und die aktuelle Flasche war bei Testbeginn bereits 5 Monate alt.

Im Sommer 1998 konnte ich die üblichen Pflegeintervalle nicht mehr einhalten, die Wasserwechsel wurden seltener und die Wasseroberfläche wuchs zeitweise völlig mit Wasserlinsen und Muschelblumen zu. Das Resultat war ein schwarzer, schmieriger und mechanisch leicht zu entfernender Belag an den Blatträndern und im fortgeschrittenen Stadium auch auf den Blättern. Der größte Teil des Mulms blieb in dieser Zeit absichtlich liegen, um den schadstoffabbauenden Bakterien darin Gelegenheit zum Beweis ihrer vielgerühmten Fähigkeiten zu geben.

Bei dem Belag handelt es sich vermutlich um eine dunkle Cyanobakterien-Art. Ich ging entsprechend damit um, nachdem ich mich wieder um meinen Aquarien kümmern konnte (häufige, große Wasserwechsel, gründliches Mulmabsaugen), und so verschwanden sie zunächst. Etwa alle 2-3 Monate kommen sie in schwacher Form wieder, dann helfen zwei zusätzliche, große Wasserwechsel im Verlaufe einer Woche und besonders gründliches Mulmabsaugen. Es scheint, als hinge die Entwicklung mit der häufigen Gabe von Frostfutter zusammen - ich hoffe, durch den Abschäumer verschwinden sie endgültig ... .

Die Überwachung der Wasserwerte erfolgt im normalen Betrieb durch Teststreifen von eSHa oder DENNERLE, bei Unstimmigkeiten werden gelegentlich Tropftests eingesetzt. Maßgebend für die Einstellung der Wasserwerte und für die Pflegeintervalle ist das Wohlbefinden meiner Regenbogenfische (M. lacustris). Farbe und Verhalten sind ein idealer Anzeiger für Mißverhältnisse.

 
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Technik und Dekoration

Größe:
450 l
150cm lang x 50cm tief x 60 cm hoch
Beleuchtung:
4 x 36 W
Neonröhren, vorwiegend kalte Farbe (bringt die Farben der Regenbogenfische am besten zur Geltung), Drosseln im Unterschrank untergebracht
Beleuchtungsdauer:
13 Stunden
 
Filter:
EHEIM 2228
Nennleistung der Pumpe 1050 l/h, gefüllt mit SIPORAX, Schaumstoff und Watte, Ausströmer ist ein Diffusor-Rohr.
Heizung:
300 W
75 W
Stabheizer
DUPLA Bodenheizkabel, ausgelelegt für 300 W. Nach dem Heizungs-Gau 24V Trafo gegen 12V-Grät ausgetauscht. Steuerung der Heizung elektronisch.
Kühlung:
4 Axiallüfter
nur im Sommer montiert (Anschlüsse in einer der Lichtschienen)
Belüftung:
2 Belüftersteine
nur für Notfälle, betrieben über OPTIMA Membranpumpe
Wasseraufbreitung:
CO2-Anlage
Aluminum-Flasche 2,5 kg; mit
Nachtabschaltung, Druckminderer, Rücklaufventil, pH-Elektrode, CO2-Schnecke und elektronische Steuerung von DENNERLE;
gelegentliche Zugaben von Wasseraufbereitern
Dekoration:   Wurzelholz (aus dem Handel und im Moor selbst gesammelt); roter Granit, selbst gesammelt
Bodengrund: 3 cm hoch
7 cm hoch
Langzeit-Mineral-Bodengrund
Kies, Körnung 1-2 mm, dunkelgrau
Rückwand:   3 mm Hartfaserplatte, mattschwarz gerollt und mit transparentem Doppelklebeband von außen befestigt

Die Pflege

 
Wasserwechsel: wöchentlich 100 - 150 l, gelegentlich wird Wasseraufbereiter zugegeben
Ablassen des Wassers über zwei Schläuche, Auffüllen über einen mit temperiertem Wasser direkt aus dem Wasserhahn, Zeitaufwand 1/2 Stunde wöchentlich.
Düngung: CO2, ansonsten DENNERLE-Produkte, ca. 1/4 der empfohlenen Dosierung, Flasche war bei Testbeginn fast leer;
Eisendünger wird regelmäßig im Bodengrund versenkt, Flüssigdünger 1-2 Mal im Monat zugegeben.
Filterreinigung: alle 4-6 Monate, 2 Wochen vor Testbeginn passiert.
Gärtnerarbeiten: einige Stengelpflanzen werden wöchentlich gekürzt, Schwimmpflanzen wöchentlich abgeschöpft, alle 4 Wochen umfangreichere Arbeiten erforderlich
Fütterung: täglich: Flockenfutter, Frostfutter, Lebendfutter, Gemüse;
ein Hungertag pro Woche

Die Bewohner

10Aquamarin-RegenbogenfischeMelanotaenia lacustris
8(ca.)Kuba-BachlingeRivuluscylindraceus (selbsterhaltende Population)
2Bolivianische SchmetterlingsbuntbarschePapiliochromis altispinosa
2Glänzende ZwergbuntbarscheNanacara anomala
10Sterbai's PanzerwelseCorydoras sterbai
4Einfarbige PanzerwelseCorydoras concolor
3ZwergschilderwelsePeckoltia pulcher
4 Parotocinclus spilusoma
4GründlingswelseLDA25

Die Pflanzen (Auswahl)

ZwergspeerblattAnubias barteri var. nana
Thailand-WasserlilieCrinum thaianum
ZwergwasserkelchCryptocoryne parva
Cryptocoryne braunCryptocoryne spec.
Breitblättrige ZwergschwerpflanzeEchinodorus latifolius
Echinodorus "ruba"Echinodorus spec.
Trugkölbchen (großer Bestand)Hetheranthera zosteraefolia
Indischer WasserfreundHygrophila polysperma
WasserlinsenLemna minor
Kleine AmbuliaLimnophila sessiflora
Bastard-LudwigieLudwigia mullertii
Rotblühende Seerose Nymphea ruba
MuschelblumePistia stratiodes
Mooskugel, Durchmesser 10 cm Cladophora spec.
Zwergpfeilkraut (hat sich in einem Topf Cryptocoryne parva eingeschlichen und wächst wie Unkraut) Sagittaria pusilla 
 
 

·Logo, klein  Renate Husmann 1997-2007
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